Beim Radschnellweg vorankommen
Er führt von Mannheim über Viernheim nach Weinheim – und ist ein enormer Fortschritt für die klimafreundliche Mobilität in der Region: Der Radschnellweg, der in diesem Jahr mit wegweisenden Beschlüssen in den politischen Gremien von Weinheim vorankommen soll.
Am Mittwoch, 11. März (ab 19 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus), tagt zunächst der Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung, eine Woche später der Gemeinderat. Es geht um die Weinheimer Trasse zwischen der B3 und der Gemarkungsgrenze zu Viernheim.
Nach etlichen internen Vorberatungen und öffentlichen Info-Veranstaltungen favorisiert die Verwaltung nun eine Wegführung, die über die Kurt-Schumacher-Straße, die Breslauer Straße, den Multring und entlang der Bundesstraße B 3 zum Hauptbahnhof führt. Für diese Variante würde man eine Unterführung unter der Bundesbahnstrecke bauen, die zwischen Barbarasteg und Suezkanalweg direkt auf den Multring führt. Dieser, mit vier Autospuren objektiv überdimensioniert, würde teilweise zur Fahrradstraße, und auch ein Stück der Breslauer Straße würde man neu ordnen.
Die Stadtverwaltung sieht darin nur Vorteile. In „FAQ“ zur Beschlussvorlage argumentieren die Stadtplaner im Amt für Stadtentwicklung:
„In der Breslauer Straße gibt es aktuell sehr viele verschiedene verkehrliche Probleme, die alle Verkehrsmittel betreffen. Der Radfahrer darf im Bestand sowohl mit auf dem Gehweg fahren, als auch auf der Fahrbahn. Auf dem Gehweg entstehen allerdings insbesondere im Schülerverkehr viele Konflikte. Der Radfahrer auf der Fahrbahn kann in den Stoßzeiten nicht ausreichend sicher überholt werden.“
Diese Missstände könnten mit dem Radschnellweg beseitigt werden.
In der Vorlage wird auch betont, dass mit einer Förderung der Maßnahme durch Bund und Land in Höhe von rund 90 Prozent der Gesamtmaßnahme zu rechnen ist. Die Unterführung sei eine Variante, die gefördert wird, weil sie den Fördermaßgaben entspricht.
Die Barbarabrücke ist hingegen sowohl zu steil als auch zu schmal und erfüllt damit nicht die Anforderungen an einen Radschnellweg. Um die Förderung durch Bund und Land nicht in Frage zu stellen, müsste die Brücke komplett neu gebaut werden, was zu immensen Mehrkosten führen würde.
Die Stadtverwaltung erklärt dazu:
„Aufgrund der geringen Breiten und der hohen Rampenneigung entspricht das Bauwerk nicht den Anforderungen an eine Radschnellverbindung. Damit der Standard auch über diese lange Strecke der Spindeln und Überführungen eingehalten wird, und damit auch die Förderfähigkeit der gesamten Strecke gewährleistet ist, müsste der Barbarasteg und die Barbarabrücke mit einem Ersatzneubau für rund 20 Millionen Euro versehen werden.“
Insgesamt soll die gewählte Streckenführung etwa 21,9 Millionen Euro kosten, zum Vergleich käme die Variante über den Barbarasteg dagegen auf etwa 37 Millionen Euro. Bis zu 90 Prozent könnten Bund und Land davon übernehmen.
Alle Infos zum Radschnellweg hier
Die FAQ auf einen Blick:


