Rückenwind für neue Kita Waid

Nicht mehr sanierbar: Die Kita Waid am Hammerweg

Die Betreuung und frühe Bildung von Kindern hat in Weinheim eine hohe Priorität. Das hat wieder einmal eine Debatte im Gemeinderat am Mittwochabend gezeigt, in der das  Gremium ein klares Bekenntnis ablegte zu einem Neubau des Kindergartens Waid im kleinen Weststadt-Stadtteil „Waid“.

Die alte Kita Waid im Hammerweg ist rund 70 Jahre alt, das Gebäude steht auf unsicherem Untergrund, hat Setzrisse und ist nicht mehr sanierungsfähig. Der Gemeindera hat jetzt  das Weinheimer Amt für Immobilienwirtschaft mit der weiteren Planung eines Neubaus beauftragt. Die Kita soll auch Kinder aus dem Neubaugebiet „Allmendäcker“ aufnehmen. Wie Oberbürgermeister Michael Möslang eingangs betonte, ist die Kita auch ein Treffpunkt der IG Waid und eine Art Ortsteilmittelpunkt. Das sei auch in die Planung eingeflossen. 
Betreut werden rund 40 Kinder in zwei Gruppen. Ein Neubau der Kita wird im Moment auf rund 6,2 Millionen Euro geschätzt, Baubeginn könnte nach fortschreitender Planung im Herbst 2028 sein. Bis zum Bezug eines Neubaus auf demselben Areal wird die Kita in einem Provisorium in der Nähe untergebracht.
 
Eine Machbarkeitsstudie hat verschiedene Möglichkeiten für einen Neubau untersucht. Die von Verwaltung und Politik favorisierte Variante sieht einen eingeschossigen, knapp 1000 Quadratmeter großen Neubau vor. Die ebenerdige Lösung soll eine kindgerechte und barrierefreie Nutzung ermöglichen, sowie den Unterhaltungsaufwand und Folgekosten möglichst wirtschaftlich halten.  Zwei prägende Großbäume könnten erhalten und in das Konzept integriert werden. Auch Räumlichkeiten für die IG Waid sollen mit einem separaten Zugang berücksichtigt werden. Die Variante habe ökologische und ökonomische Vorteile. 

OB Möslang hatte eingangs des Tagesordnungspunktes erklärt, man werde in die weitere Planung noch "eine weitere Beteiligungsrunde" einlegen, um Elternvertreter der Kita und die IG Waid nochmals einzubinden. Dazu soll es eine Workshop-Veranstaltung mit Vertretern des Gemeinderates geben. Der Rathauschef forderte aber trotzdem einen Grundsatzbeschluss zur Aufnahme der Investition in die Haushaltsplanung, um keine Zeit zu verlieren. In Absprache mit dem Gemeinderat wird die Stadt in jedem Fall die Variante IV mit der barrierefreien Einstöckigkeit ohne Aufzug weiterverfolgen.

Mehr Infos auf der Tagesordnung: https://weinheim-sitzungsdienst.komm.one/bi/si0057.asp?__ksinr=3301
 

(Erstellt am 16. September 2026)

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