Votum für die Schulgemeinschaft
Immer mehr Weinheimer Grundschulen werden zur Verbindlichen Grundschule. Als nächstes kommt wohl die Hans-Joachim-Gelberg-Grundschule in Lützelsachsen dazu.
Der Kinder- und Jugendbeirat, in dem auch Schulleiterin Petra Waible als Geschäftsführende Rektorin Mitglied ist, stimmte am Mittwoch klar für die Umwidmung der Schule ab dem kommenden Schuljahr. Der Gemeinderat soll nach einer Anhörung des Lützelsachsener Ortschaftsrates am 22. April endgültig entscheiden.
Auch das Amt für Bildung und Sport sowie Oberbürgermeister Manuel Just sprachen sich klar für eine Verbindliche Grundschule in Lützelsachsen aus, auch wegen der
steigenden Nachfrage nach Betreuung über 14 Uhr hinaus. Die Eltern hatten sich in einer Umfrage mit großer Mehrheit für die Ganztagsschule ausgesprochen. Man will zunächst mit einem Dreitages-Angebot starten.
Eltern, die dennoch ihr Kind nicht an der neuen Ganztagsschule anmelden möchten, können einen Schulbezirkswechsel beantragen. Ausweichmöglichkeiten bestehen insbesondere an der benachbarten Sepp-Herberger-Grundschule, der etwas weitere Weg durchaus zumutbar.
Das von der Schule vorgelegte pädagogische Konzept sei aus Sicht der Verwaltung schlüssig und zeige auf, wie der Schulalltag rhythmisiert werden soll, um allen Schülern einen abwechslungsreichen und bedarfsorientierten Schultag zu ermöglichen. Der Start mit einer dreitägigen Ganztagsschule stehe zwar im Gegensatz zu den Vereinbarungen im Rahmenkonzept der Stadt Weinheim. Denn dort sei festgehalten, dass die Ganztagsschule mit mindestens vier Schultagen organisiert sein sollte. Um einen behutsamen Einstieg für Kinder, Eltern und Lehrkräfte zu ermöglichen, halte man die Variante jedoch für einen guten Einstieg, so argumentierte das Amt für Bildung und Sport.
Perspektivisch sollte es das Ziel sein, die Schule zu einer mindestens viertägigen Ganztagsschule auszubauen.
Schulleiterin Waible freute sich und erklärte zum Ziel der Verbindlichkeit: „Schulgemeinschaft ist für uns in Lützelsachsen ganz wichtig, und Schulgemeinschaft heißt, dass alle das Gleiche machen.“
Zwar werde zusätzlich zu den Lehrkräften weiteres pädagogisches Personal als erforderlich angesehen. Hierdurch entstehende Mehrkosten für die Stadt als Schulträger würden durch rückläufigen Betreuungsaufwand in der Grundschulbetreuung aufgefangen, außerdem durch die steigenden Landeszuschüsse für die Grundschulbetreuung im Rahmen des neuen Rechtsanspruchs auf ganztägige Betreuung.
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